19.09.2017

Es geht nicht mehr ohne: Berührungslose Oberflächenmesstechnik für die perfekte Medizintechnik

Der Miniaturisierungstrend in der Medizintechnik schreitet rasend fort. Im Fokus der Entwicklung und Herstellung medizintechnischer Produkte stehen immer kleinere und preiswertere Instrumente, die gleichzeitig mit innovativen Funktionen, wie z.B. Sensoren zur Durchflussmessung, ausgestattet sind. Darüber hinaus werden Medizintechnik-Produkte, zum Beispiel bioabsorbierbare Stents oder Implantate für die Patienten zunehmend verträglicher. Über die Qualität und korrekte Funktionsweise dieser Bauteile darf kein Zweifel existieren. Rauheit, Geometrie, 3D-Topographie oder Schichtdicke spielen als Kenngrößen in der Bewertung und Kontrolle eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnik setzen daher bei der Entwicklung und Herstellung ihrer Erzeugnisse auf berührungslose Oberflächenmesstechnik. Diese detektiert auch kleinste Abweichungen in den Oberflächeneigenschaften der Bauteile und ermöglicht so eine lückenlose Qualitätskontrolle. Anhand der Messergebnisse können Medizintechnik-Unternehmen nicht nur zuverlässige Aussagen zu Produktbeschaffenheit und -qualität treffen. Sie erhalten außerdem wichtige Informationen, die ihnen beim Voranbringen neuer Entwicklungen von Nutzen sind.

Oft besteht die Anforderung, unterschiedliche Merkmale einer Probe in verschiedenen Auflösungen und Verfahren zu charakterisieren. In der Regel sind dafür mehrere unterschiedliche Messgeräte erforderlich. Das Non-Plus-Ultra für diese vielfältigen Messanforderungen sind die optischen Multisensor-Oberflächenmessgeräte der MicroProf® Serie. Sie bieten die Möglichkeit, mehrere Messaufgaben mit nur einem Gerät berührungslos durchzuführen – und zwar dreidimensional. 3D-Messungen sind sehr wichtig, um nicht nur x- und y-Werte zu erhalten, sondern auch Höhenwerte. Somit können hochpräzise Aussagen über verschiedenste Oberflächenparameter einzelner Bauteile medizintechnischer Produkte problemlos gewonnen werden. Zum Einsatz kommen chromatische Weißlichtsensoren, interferometrische Verfahren mit Nanometerauflösungen bis hin zur Rasterkraftmikroskopie mit Auflösungen im Sub-Nanometerbereich.

Zu den Einsatzgebieten gehören unter anderem die Messung der Dicke von Beschichtungen auf Blutzucker-Teststreifen, Konturmessungen von Blutpumpen-Flügelrädern oder die Rauheit von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Auf dem Gebiet der Augen-Implantations-Chirurgie werden Oberflächenmessungen etwa für die Geometriemessung von Intraokularlinsen eingesetzt. Auch bei der Entwicklung und Produktion dentalmedizinischer Materialien, beispielsweise für die Vermessung der Größe und Tiefe von Randspalten bei Zahnfüllungen, sind FRT-Oberflächenmessgeräte bestens etabliert. Stents und Katheterballons unterliegen ebenfalls besonderen Messanforderungen. Die optischen Messgeräte von FRT geben hier Aufschluss über Faktoren wie Beschichtungsqualität und Topographie wie z.B. Rauheit, welche direkte Auswirkungen auf die Verträglichkeit der Produkte haben. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Charakterisierung von mikromechanischen Komponenten, wie z.B. Doppelaktorpumpen. Die Pumpen werden dazu genutzt, um den optimalen Durchfluss von kleinsten Gas- und Flüssigkeitsmengen zu gewährleisten.

Bei der Charakterisierung und Kontrolle medizintechnischer Produkte haben sich FRT Messgeräte für die Medizintechnik als flexible, erweiterbare und leistungsfähige Lösungen bewährt. Mit ihrer Hilfe werden Hersteller staatlichen Reglementierungen zum Schutz der Patienten im Rahmen des Medizinproduktegesetzes gerecht. Zudem stellen die Anbieter die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Produkte sicher und treiben die Entwicklung von Innovationen voran. Gleichzeitig sinken die Kosten durch Vermeidung von Reklamationen und hohe Ausschussquoten.

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